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Um erfolgreich sein zu können, müssen die nötigen Einrichtungen aus dem Volk herauswachsen und sich nach den jeweiligen Bedürfnissen richten. Anders wird man Scheinorganisationen schaffen, welche keine Kraft zum Leben gewinnen werden, weil sie kein Recht zum Leben haben.
                Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888)

 Über 100 Jahre sind vergangen, seit von 90 Bauern, Handwerkern und Arbeitern 1886 in Mühldorf bei Spitz (NÖ) der Grundstein zur ersten Raiffeisenbank in Österreich gelegt wurde.

Nach der Gründung von mehreren Hilfsvereinen, wie etwa dem Brotverein oder dem Flammersfelder Hilfsverein gelangte Raiffeisen sehr bald zu der Überzeugung, dass direkte Hilfe ohne Gegenleistung des Beschenkten den Willen zur Selbsthilfe mit der Zeit einschläfert. Aus dem Verein der bloßen Wohltätigkeit mußte ein Verband der Selbsthilfe werden. Die Hilfsbedürftigen mußten sich zur gegenseitigen Hilfe zusammentun.

Die Neugründung trug damals den Namen Heddersdorfer Darlehenskassen-Verein. Neu wurde in den Statuten aufgenommen, daß jeder, der ein Darlehen haben wollte, selber dem Verein als Mitglied angehören mußte. So entstand 1864 der Spar und Darlehenskassen-Verein nach dem System Raiffeisens. Damit war das Modell der Selbsthilfe-Genossenschaften im modernen Sinn abgeschlossen und fertig.

 
 


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